Vermögensverwaltungsverordnung in Luxemburg

Vermögensverwaltungsverordnung in Luxemburg

Als Standardsetzer bei der Umsetzung der europäischen Fondsregulierung spielt Luxemburg eine Schlüsselrolle bei der Schaffung von Märkten für den Vertrieb internationaler Fonds und der Eröffnung internationaler Anlagemöglichkeiten für private und institutionelle Kunden in der EU. Luxemburg ist nach den Vereinigten Staaten die zweitgrößte Gerichtsbarkeit für Fondsdienstleistungen weltweit und aufgrund des stabilen politischen und sozialen Umfelds des Landes, der vielseitigen Fondsprodukte, des umfassenden Anlegerschutzes und der strengen luxemburgischen Vermögensverwaltungsvorschriften eine beliebte Wahl für Fondsmanager und Anleger. Im Hinblick auf die Regulierung Aufsicht muss jede juristische Person, die im Bereich der Vermögensverwaltung tätig ist, eine Vermögensverwaltung Lizenz in Luxemburg erwerben.

 

Die Jurisdiktion hat ihre führende Position im internationalen Vertrieb bewiesen: Luxemburg verwaltet 57 % der grenzüberschreitenden Investmentfonds, die in 80 Ländern weltweit vertrieben werden. Darüber hinaus haben 58 führende Vermögensverwaltungsorganisationen das Land als ersten Ort für die Registrierung von Fonds ausgewählt. Das verwaltete Gesamtvermögen der Investmentfonds erreichte dank des starken Wachstums alternativer Investmentfonds, zu denen Immobilien, Private Equity, Schulden, Infrastruktur und Investitionsabsicherungsmechanismen gehören, 5,5 Billionen Euro.

In letzter Zeit konzentrierten sich die Bemühungen der Behörden auf die Schaffung nachhaltiger Finanzierungsmechanismen, die Verbesserung der Einhaltung von Geldwäsche- und Steuervorschriften und die Gewährleistung der Marktstabilität. Diese massiven Reformen wurden von EU-Initiativen vorangetrieben und sollen in den kommenden Jahren fortgesetzt werden.

Klassifizierung von Fonds in Luxemburg

Luxemburg bietet eine breite Palette von Anlagestrukturen, die sich aus Folgendem zusammensetzt:

  • OGAW (gemeinsamer Investmentfonds in Wertpapieren);
  • SIF (spezialisierter Investmentfonds);
  • SICAR (Investmentgesellschaft mit Risikokapital);
  • OGA (gemeinsamer Investmentfonds);
  • RAIF (alternativer Reservefonds).

Das beliebteste Instrument für Anleger ist UCITS, der International Fund Mechanism, der den Marktteilnehmern ein Höchstmaß an Sicherheit garantiert. Luxemburg ist das erste Land, das das OGAW-Gesetz in nationales Recht umsetzt. Insgesamt liegt der Marktanteil des Landes bei EU-OGAW bei 35 %, was einem verwalteten Vermögen von 4,6 Billionen Euro entspricht.

Die Regulierungsbehörde der Vermögensverwaltungsbranche ist die Financial Sector Supervisory Commission (kurz CSSF). Ihre Zuständigkeit umfasst die Aufsicht über den Finanzsektor des Landes. Die CSSF ist dem Finanzministerium unterstellt.

Zu den Hauptaufgaben der CSSF für die Vermögensverwaltung gehören:

  • Fondszulassung;
  • Überwachung der Fonds auf der Grundlage regelmäßiger Berichte und Prüfungen;
  • die Verhängung von Bußgeldern wegen Gesetzesverstößen; und
  • Beaufsichtigung der Förderung von Geldern durch Werbung.

Zusammen mit den Regulierungsbefugnissen entwickelt die CSSF Regeln und Dokumente.

Luxemburg baut seinen Rang als weltweit größter Börsenplatz weiter aus. Investoren zeigen weiterhin starkes Interesse an regulierten Fonds, insbesondere solchen mit innovativen Strategien. Darüber hinaus sind seit Inkrafttreten des Gesetzes über alternative Investmentfonds vormals unkontrollierte Strukturen zur treibenden Kraft hinter der Entwicklung des Finanzsektors in Luxemburg geworden.

Sie können auch neue Angebote in den Kategorien „Vorratsgesellschaften“, „Banken zum Verkauf“ und „Lizenzen zum Verkauf“ sehen.

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